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Medienkaufmann/-frau Digital und Print

Omnia360: Die Gründerin eines Start-Ups zu Besuch in der MDP

Claudia Kiani

Was bedeutet Immersion, was genau ist der Unterschied zwischen VR und 360°-Videos, welche Art der 360°-Darstellung gibt es? Um diese und viele weitere Fragen von angehenden Medienkaufleuten Digital und Print zu beantworten und die Gründung ihres Start-up-Unternehmens genauer zu erklären, kam Claudia Kiani von Omnia360 am Dienstag, 27. November zu Auszubildenden Medienkaufleuten Digital und Print des Jahrgangs 2017 an die bmk. Ein Text von Gayatri Murali aus der MDP72.

 

Claudia Kiani brachte zur Anschauung verschiedene 360° Kameras mit und alle Teilnehmer*innen durften den Umgang mit einer VR-Brille ausprobieren. Übrigens ist es zehn Jahre her, dass Claudia Kiani selbst hier zur Berufsschule gegangen ist. Die Welt so aufnehmen, wie sie wirklich ist, auch aus Blickwinkeln, die man ansonsten übersehen könnte. Dieser Gedanke kam Claudia Kiani und ihren zwei späteren Mitgründern, die es sich zum Ziel machten, dieses Problem zu lösen. 

Claudia Kianis Karriere begann im Anschluss an ihre Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print bei Axel Springer SE in Hamburg, als sie ihren Bachelor in Marketing abschloss und anschließend einen Master in Marketing und Sales absolvierte. Ihre Affinität zur digitalen Welt wurde durch ihren ersten Besuch auf der CEBIT 2014 angeregt. Das Thema VR und 360° fand Claudia so spannend, dass sie gemeinsam mit Reza Kiani diesem Thema ihre Masterarbeit widmete. Begeistert für dieses Thema beschlossen Claudia (damals noch Berger) Kiani, Reza Kiani und Tobias Rempe, das Start-Up Omnia360 im Jahr 2017 zu gründen. Sie sind jeweils für das Marketing und PR, Controlling und Projektmanagement sowie Live Events und Post-Production bei Omnia360 zuständig. 

VR

Das Team konzipiert und erstellt virtuelle Rundgänge und 360-Grad-Videos als innovatives Marketinginstrument. Wie der Name bereits andeutet, ist Virtual Reality eine nicht echte Welt, in die man sich begibt. Es handelt sich hierbei um eine Simulation, welche von einem Computer in Echtzeit oder vorgerendert gespielt wird. Für rechenintensivere VR-Projekte und Darstellungen ist ein high-end PC vor Ort nötig. Bei 360° gibt es mehrere Anwendungsmöglichkeiten. Ein 360° Rundgang kann durch 360° Fotos erstellt werden, dabei entscheidet der User, wo er langgehen möchte. Ein solches Beispiel ist Street View in Google Maps. Auch Videos können mit dieser Rundumsicht erstellt werden. Beide Varianten können zum Beispiel bei Facebook oder Instagram gepostet werden. Da für die 360° Medien kein PC vor Ort nötig und die Kreation weniger aufwändig ist, gibt es eine größere Reichweile. User*innen benötigen nur ihr Smartphone oder einen PC und keine eigenständige VR-Brille, um die Medien betrachten zu können. Die Produktionskosten bei 360° Medien sind somit auch deutlich geringer als bei VR Video-Produktionen. Mit Hilfe dieses Marketinginstruments ist es möglich, die Kunden auf einer emotionalen Ebene anzusprechen.

Die Rundgänge werden oft für Recruiting, Immobilien, Schulungen und Events eingesetzt. Bei den Aufnahmen eines 360° Rundganges wird alles mit Infrarotstrahlen aufgenommen, wodurch ein 3D Modell erstellt werden kann. Dies ist zum Beispiel eine große Unterstützung für Innenarchitekt*innen, welche einem/einer Kund*in ein besseres Gefühl für die Einrichtung geben wollen. Um den Recruiting Prozess persönlicher zu gestalten, kreieren Unternehmen manchmal 360° Rundgänge, in denen man die Räumlichkeiten und Arbeitsplätze mitsamt Mitarbeiter*innen im Vorfeld betrachten kann und beim Vorstellungsgespräch ein Gefühl der Bekanntheit hat.

Als Beispiel führt Claudia Kiani an, dass eine Berufsschulklasse eine Druckerei besuchen wolle. Damit nicht 22 Auszubildende vor der Tür stehen müssten, könnten sie mithilfe eines 360°-Rundgangs das Gebäude betreten und die Maschinen, Abläufe und Arbeitsvorgänge anschauen. Vorteile dabei sind die Zeitersparnis und die Wiederverwendbarkeit eines solchen Videos.

Ein sehr spannender und aufschlussreicher Vortrag, die anschließende Diskussion und eine sehr engagierte und ambitionierte junge Unternehmerin haben uns gezeigt, dass diese Bereiche viel Potenzial haben, sich aber immer noch in der Anfangsphase befinden. 360°-Produkte und VR sollten als ein zusätzlicher Schritt auf dem Weg zu Realität gesehen werden und nicht als ein Ersatzmittel. (MDP72 Gayatri Murali)

360Grad

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